Spendenbrief für die Weltkirche
Monat der Weltmission
Kirche: Netzwerk für Menschen am Rand
Aus Nicaragua, unserem Gastland des diesjährigen Monats der Weltmission, berichte ich Ihnen von der Situation an der weitläufigen Ostküste. Immer mehr Menschen ziehen aufgrund der grossen Armut in die Städte. Für diejenigen, die bleiben, will und kann die nicaraguanische Regierung wichtige Aufgaben wie z.B. das Bildungswesen nicht mehr aufrecht erhalten. Für P. Pablo Schmitz, Bischof des Apostolischen Vikariats von Bluefields, ist klar: «In diesem Umfeld kann sich die Kirche nicht auf die spirituelle Betreuung der Gläubigen beschränken.» So entstand in seinem Vikariat ein Netz von 380 Schulen mit 630 Lehrpersonen für über 18’000 Schülerinnen und Schüler.
Bei meinem letztjährigen Besuch in Bluefields wurde mir ein weiteres Mal aufgezeigt, wie wichtig die Grundbeträge sind, die Missio an Diözesen und Vikariate in den Missionsländern überweist. Sie ermöglichen die Aufrechterhaltung von Strukturen zugunsten der armen Bevölkerung, die von ihrer eigenen Regierung vernachlässigt werden. Ohne externe Finanzierung könnte Bischof Pablo Schmitz seinen Pastoralplan, der auch das Bildungs- und Gesundheitswesen umfasst, nicht umsetzen.
Im Namen einer Kirche der Hoffnung und Solidarität möchte ich Sie um Ihre Unterstützung bitten. Kinder, Jugendliche und Kranke in Ortskirchen wie Bluefields sind darauf angewiesen und danken es Ihnen von Herzen.
Br. Bernard Maillard OFMcap,
Direktor
PS: Nicaragua ist nach Haiti das zweitärmste Land in Zentralamerika. Das durchschnittliche Jahreseinkommen in Nicaragua ist rund 73 mal tiefer als in der Schweiz. Ihre Spende hilft weiter.


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