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Missio Weltkirche

Missio umfasst drei päpstliche Missionswerke. Eines davon führt Missio Schweiz unter dem Namen «Weltkirche». Es ist auch unter dem Stichwort «Glaubensverbreitung» bekannt. Die Aufgaben dieses Werkes gehen jedoch weit über die Verbreitung des christlichen Glaubens hinaus. Es geht vielmehr um die Unterstützung der sich im Aufbau befindenden Kirchen, oder kurz gesagt: um die Weltkirche. Das heisst, um die Kirche als weltweite Gemeinschaft, die Grenzen überwindet und zusammengehört.

Für die weltweite Gemeinschaft der Kirche setzt sich Missio ein, damit Christinnen und Christen in allen Teilen der Erde ihren Glauben leben und feiern können. Diese Schwesterkirchen kümmern sich aber nicht nur um den Glauben, sondern vor allem um die Menschen in ihrer Nähe, die auf Hilfe, Solidarität und Liebe angewiesen sind, egal welcher Religion oder Konfession sie sind. Die Kirche nimmt diese diakonische Aufgabe sehr ernst.

Mit dem Monat bzw. Sonntag der Weltkirche (oder Weltmission) setzt Missio einmal im Jahr ein besonderes Zeichen für die Weltkirche. Während eines Monats finden in vielen Pfarreien spezielle Anlässe statt, die auf die Welt umspannende Dimension der Kirche aufmerksam machen. In allen Pfarreien rund um den Globus feiert die katholische Kirche am zweitletzten Sonntag im Oktober den Sonntag der Weltkirche. Das Gebet für die christlichen Gemeinschaften und die Kirche, aber auch das Sammeln für den Solidaritätsfond stehen im Zentrum. Alle Pfarreien, egal ob arm oder reich, ob im Süden oder im Norden, Osten oder Westen, sammeln für Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. Denn keine christliche Gemeinschaft ist so arm, dass sie nicht zu geben, und keine so reich, dass sie nichts zu empfangen hätte.

«Das Wort Gottes kann zur Kenntnis Jesu Christi beitragen und die Umkehr bewirken, die zur Versöhnung führt. Die Synodenväter ermutigen die Pfarrgemeinden, die Communautés Ecclésiales Vivantes de Base, die Small Christian Communities, die Familien, die Vereinigungen und die kirchlichen Bewegungen zu Zeiten des gemeinsamen Austausches über das Wort Gottes. So werden sie mehr zu Orten, an denen das Wort Gottes, das die Gemeinschaft der Jünger Christi aufbaut, gemeinsam gelesen, betrachtet und gefeiert wird.»

(Auszug aus «Africae Munus» nr. 151)